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Seit März 2009 setzt sich der Verein „Zukunft Wieselburg“ für die nachhaltige Verwendung von Nahrungsmitteln (zum Beispiel Brot vom Vortag) ein.  

Gegründet wurde “Verwenden statt Verschwenden” im Jahr 2009 von der damaligen Umweltstadträtin Irene Weiß und der Sozialstadträtin Sabine Rottenschlager, unterstützt wird die Initiative auch heute noch von mehreren in Wieselburg ansässigen Großmärkten, wie Eurospar Moser, Billa, Billa Plus und Penny, aber auch von anderen Unternehmen, wie Haubi's Petzenkirchen, der Schmankerl Laden oder Gern & Gut. 

Die Produkte, deren Mindest-Haltbarkeitsdatum gerade vor dem Ablaufen ist oder abläuft, werden jeden Dienstag und Freitag von 14.00-16.00 Uhr im Haus der Zukunft zum Preis von 20 bis 50 Cent an die Kunden weitergegeben. Das Sortiment reicht mittlerweile von Brot, Gebäck und Mehlspeisen vom Vortag, Obst, Gemüse, Joghurts, Schokolade und Süßigkeiten bis hin zu Kleidung, Geschirr und Büchern. Einkaufen kann jeder! Das Mitarbeiterteam setzt sich aus acht Freiwilligen zusammen, die ihre Freizeit dem Verein kostenlos zur Verfügung stellen. Mit dem Erlös werden Sozialprojekte in der Region unterstützt, wie beispielsweise das Frauenhaus Amstetten, Esperanza oder das Hospiz Scheibbs. 

Die Aktion "Verwenden statt Verschwenden" wurde im Jahr 2009 mit dem Hans Czettel-Förderpreis für besondere Leistungen im Natur- und Umweltschutz in Niederösterreich ausgezeichnet. Weiters erhielt der Verein "Zukunft Wieselburg" 2013 den Löwenherzpreis für das Engagement im sozialökologischen Bereich. 

Gemeinsam helfen: EUR 2.750 für „Brücke nach Uganda“

Ein starkes Zeichen der Solidarität setzten die Wieselburger Initiative „Verwenden statt Verschwenden“ und die Pizzamanufaktur Steinakirchen mit einer gemeinsamen Spendenaktion. Am 14. Jänner übergaben Sabine Rottenschlager (Verein "Verwenden statt Verschwenden") und David Kellnreiter ("Pizzamanufaktur Steinakirchen") insgesamt EUR 2.750,00 Euro an Elsa und Josef Schagerl für ihre Organisation „Brücke nach Uganda“.

Ein Teil der Spendensumme stammt aus der vorweihnachtlichen Aktion „Pizza und Punsch für den guten Zweck“. Kurz vor Weihnachten war die Pizzamanufaktur mit ihrem Foodtruck in Wieselburg zu Gast und sammelte bei Pizza, Glühwein und Kinderpunsch EUR 750,00 für den guten Zweck. „Vor dem weihnachtlichen Betriebsurlaub wollten wir uns bei unseren Kundinnen und Kunden bedanken und dabei gleichzeitig etwas Gutes tun“, erklärt David Kellnreiter. Der gesamte Erlös aus dem Verkauf wurde an die Initiative „Verwenden statt Verschwenden“ weitergegeben.

Der Verein „Verwenden statt Verschwenden“ engagiert sich seit mehr als 15 Jahren für soziale Projekte. Sabine Rottenschlager zeigt sich besonders erfreut über die Zusammenarbeit mit der Pizzamanufaktur: Durch die Aktion konnte nicht nur eine wertvolle Spende gesammelt werden, sondern auch ein bewusstes Zeichen für einen nachhaltigen und wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln gesetzt werden.

Gemeinsam entschieden Sabine Rottenschlager und David Kellnreiter, die beiden Spendenbeträge, EUR 2.000,00 von „Verwenden statt Verschwenden“ und EUR 750,00 aus der Weihnachtsaktion der Pizzamanufaktur, dem Projekt „Brücke nach Uganda“ zukommen zu lassen. Das Projekt unterstützt Kinder in Uganda, insbesondere jene, die keine Familie oder Angehörigen mehr haben, die sich um sie kümmern können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Finanzierung von Schulgeld, um den Kindern eine Schulbildung und damit bessere Zukunftsperspektiven zu ermöglichen.

Jubiläum 15 Jahre "Verwenden statt Verschwenden"

Projektorganisatorin Sabine Rottenschlager und Bgm. Josef Leitner luden zu einer kleinen Feier. Bei schönstem Spätsommerwetter sind viele Wieselburgerinnen und Wieselburger dieser Einladung gefolgt und haben ein paar nette Stunden mit Musik und Imbiss auf dem Platz vor dem Haus der Zukunft verbracht.

Großzügige Spende für JUSY

Der Verein unterstützt Jugendliche mit EUR 3.000,00. Mit Hilfe dieser Spende ist es weiterhin möglich, Jugendlichen in Krisensituationen Psychotherapiestunden zur Verfügung zu stellen. 

Die Obfrau des Vereines „Verwenden statt Verschwenden“ Sozialstadträtin Sabine Rottenschlager meint dazu: „Wir haben sofort beschlossen, diese Einrichtung finanziell zu unterstützen und freuen uns, dass wir somit eine wichtige Serviceleistung von JUSY Wieselburg unterstützen können.“ Dessen Leiterin Manuela Zimprich bedankt sich für die großzügige Spende und erklärt: „Die damit ermöglichten Einheiten Psychotherapie sind wichtig, wenn es aktuell keinen Kassenplatz gibt, das Angebot anonym in Anspruch genommen werden soll oder es eine rasche Übergangsversorgung nach stationären psychiatrischen Aufenthalten braucht.“

Wieselburg ist seit vielen Jahren ein Vorbild in Sachen Klimaschutz, vor allem in den Bereichen Energieeffizienz, Einsatz von erneuerbaren Energien und dem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.